INFO - Funkscheine

Allgemeines

Ist an Bord einer Yacht oder eines Bootes ein Funkgerät eingebaut, so muß es auf der Fahrt auch betrieben werden, denn es besteht eine gesetzliche Nutzungspflicht! Da das Funkgerät nur von jemandem mit entsprechender Lizenz bedient werden darf, ist diese folglich eine zwingende Voraussetzung um auf Fahrt gehen zu dürfen. Auch das Chartern eines Bootes mit Funkgerät – fast alle Motorboote und Segelyachten im Bereich See besitzen eine entsprechende Funkausstattung – ist dann nur mit Funklizenz möglich.

Um eine Charterlizenz zu erhalten sind in vielen Ländern der Welt die Charterfirmen verpflichtet, eine Funkanlage an Bord zu haben. Aus diesem Grunde benötigen Sie in jedem Fall z. B. in Kroatien und in Deutschland eine Funklizenz. Chartern sie eine Yacht z. B. in Kroatien und sie können keine Funklizenz nachweisen, wird Ihnen die Yacht nicht ausgehändigt.

Sicherheitsaspekt:

Das Funkgerät ist meiner Ansicht nach das wichtigste Rettungsmittel an Bord (Hans Sakowski, ohne das Funkgerät und die US-Coastguard würde er heute nicht mehr leben) Es sollte schon aus diesem Grund für einen Skipper selbstverständlich sein, dieses zu besitzen.

Wir unterscheiden vier Funklizenzen

UBI: Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk  berechtigt zum Betrieb von UKW-Funkanlagen in der Binnenschifffahrt. Das Zeugnis wird international anerkannt. (nur Deutschkenntnisse erforderlich). Voraussetzung ist ein Mindestalter von 15 Jahren.

SRC: Das beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis “Short-Range-Certificate” gilt für den Küstenbereich. Reichweite ca 30 km. Es berechtigt zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst auf UKW auf Sportbooten. Es schließt die Bedienung von Seefunkstellen auf UKW und Sicherheitsfunksystemen (GMDSS) ein, nicht aber die Bedienung von Schiffsfunkstellen (Binnenfunk).

 

LRC: Das „Allgemeine Funkbetriebszeugnis“ (Long Range Certificate = LRC) erlaubt neben UKW auch die Kommunikation über Grenz- und Kurzwellen sowie Seefunk über Satelliten. Beide Zertifikate sind international gültig und unbefristet.Es schließt die Bedienung von Sprech-Seefunkstellen, Schiffs-Erdfunkstellen und Sicherheitsfunksystemen (GMDSS) ein.

 

 

Amateurfunk-Lizenz: Auf Fahrtenyachten wird sehr häufig darüber hinaus Ein Amateur-Funkgerät eingesetzt, dessen Bedienung die Amateur-Funklizenz erfordert. Diese ist mit sehr hohen Durchfallsquten sehr schwierig zu erlangen. Sie wird von der  Bundesnetzagentur ausgestellt und  auch international sehr stark kontrolliert. Aus diesem Grund ist (leider) dieser Weg vom Aussterben bedroht.

Vorteile: 

  • Theoretische Funkmöglichkeit über nahezu alle Frequenzbereiche, daher sehr stark reglementiert. 
  • Funkverbindungen von wirklich allen Punkten der Erde möglich. (auch Email und Internetverbindung)
  • Völlig autarkes von Dritten unabhängiges Kommunikationsmittel. ( auch von Satelliten oder Staaten nicht beeinflußbar)

Nachteile:

  • Sehr hohe Störgeräusche
  • Wetterabhängigkeit
  • Sehr schwer zu erwerben
  • Sehr hohes technisches Wissen und Verständnis notwendig
  • aufwendige Antennenanlage

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